DICOM Worklist Server
Workflow Optimierung durch DICOM Worklists
Worklists dienen der Optimierung des Workflows innerhalb des Praxisbetriebs.
Die manuelle Eingabe der Patientendaten an der Modalität ist zeitraubend, fehleranfällig
und zudem überflüssig wenn alle Daten bereits vorher in der Praxissoftware gespeichert wurden.
Es ist daher naheliegend eine gemeinsame Schnittstelle zwischen Praxissoftware und DICOM Modalität zu schaffen.
DICOM Modality Worklist Service Class
Um das Problem zu lösen stellt der DICOM Standard die Modality Worklist Service Class zur Verfügung.
Dabei handelt es sich um einen Mechanismus der den Netzwerkzugriff von DICOM fähigen Modalitäten auf
Patientenlisten (Worklists) beschreibt. Die Modality Worklist Service Class des DICOM Standards definiert eine Serviceklasse
auf Anwendungsebene, die den Zugriff auf Worklists ermöglicht. Eine Worklist ist die Struktur, die Informationen
zu geplanten Abeitsschritten enthält. Die Informationen unterstützen den Bediener der Modalität bei der Ausführung
des geplanten Untersuchungsauftrags.
Modality Worklist SOP Class
| SOP Class Name | SOP Class UID
|
| Modality Worklist Information Model - FIND | 1.2.840.10008.5.1.4.31
|
Worklist Service für alle Modalitäten mit DICOM Interface
Der DICOM Worklist Server stellt die vom DICOM Standard spezifizierte Worklist Funktion
im Netzwerk herstellerunabhängig zur Verfügung und ist das Bindeglied zwischen der Praxissoftware
und den bilderzeugenden DICOM Modalitäten. Somit können alle Geräte angebunden werden die über ein DICOM Interface
verfügen was bei modernen Modalitäten wie z.B. Ultraschallsystemen, MRT, CT oder digitalen Röntgensystemen
in der Regel der Fall ist. Durch die automatische Übertragung der Stammdaten werden manuelle Eingaben an der Modalität überflüssig
und die Gefahr von falschen Zuordnungen oder Verwechselungen minimiert.
Beliebige Praxissoftware um DICOM Worklist Funktion erweitern
Viele Praxisinformationssysteme verfügen entweder über gar kein DICOM Interface oder stellen dieses nur über hohe
monatliche Lizenzgebühren zur Verfügung. Fast alle Systeme sind jedoch in der Lage GDT Dateien zu erzeugen und
können somit an den DICOM Worklist Server angebunden werden. Die Praxissoftware wird um die DICOM Modality Worklist
Funktion erweitert. GDT als standardisiertes und herstellerunabhängiges Dateiformat dient dabei als Schnittstelle
zwischen Praxisinformationssystem und dem DICOM Worklist Server.

DICOM Worklist Workflow
Die Kommunikation mit der Praxissoftware erfolgt über GDT Dateien
GDT Dateien sind einfach aufgebaute Textdateien. Der GDT Standard definiert 5 sogenannte Satzarten:
- Stammdaten anfordern (Satzart 6300)
- Stammdaten übermitteln (Satzart 6301)
- Neue Untersuchung anfordern (Satzart 6302)
- Daten einer Untersuchung übermitteln (Satzart 6310)
- Daten einer Untersuchung anzeigen (Satzart 6311)
Eine GDT Datei besteht aus BDT-Zeilen die wiederum aus Zeilenlänge, Feldkennung, Feldinhalt sowie einer Markierung
für das Zeilenende bestehen. Für die Kommunikation mit dem DICOM Worklist Server ist Satzart 6302 (Neue Untersuchung anfordern)
relevant.
DICOM Worklist Server mit GDT und DICOM Schnittstelle
Das GDT File Interface des DICOM Worklist Servers ist frei konfigurierbar und kann variabel auf die Praxissoftware eingestellt werden.
Der DICOM Worklist Server analysiert die von der Praxissoftware mit GDT Satzart 6302 übergebenen Dateien und speichert die daraus
extrahierten Informationen in einer internen Datenbank. Über das DICOM Interface können die Modalitäten per DICOM Modality Worklist Query auf
die Datenbank zugreifen und alle benötigten Informationen abrufen.
Beispiele für GDT Felder und der entsprechenden DICOM Äquivalente:
| GDT Feldkennung | DICOM Tag
|
| 8410 Test-Ident | Accession Number (0008,0050)
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| 8491 Beauftragender / verantwortlicher Arzt | Referring Physician's Name (0008,0090)
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| 3000 Patientennummer / Patientenkennung | Patient´s ID (0010,0020)
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| 3101 Name des Patienten | Patient´s Name (0010,0010)
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| 3102 Vorname des Patienten | Patient´s Name (0010,0010)
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| 3103 Geburtsdatum des Patienten | Patient´s Birth Date (0010,0030)
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| 3110 Geschlecht des Patienten | Patient´s Sex (0010,0040)
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| 3622 Größe des Patienten | Patient´s Size (0010,1020)
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| 3623 Gewicht des Patienten | Patient´s Weight (0010,1030)
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| 3626 Telefonnummer des Patienten | Patient's Telephone Numbers(0010,2154)
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| 3656 Allergien | Allergies (0010,0020)
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| 8409 Bezeichnung eines Untersuchungsgangs | Scheduled Procedure Step Description (0040,0007)
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| 8510 Schwangerschaft | Pregnancy Status (0010,21C0)
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GDT stellt jedoch nicht für alle DICOM Tags passende Felder bereit. In diesem Fall ist es möglich benutzerdefinierte GDT Felder anzulegen (Name der freien Kategorie 6330-6398 und Inhalt der freien Kategorie 6331-6399).
Frei konfigurierbare Zuordnung aller GDT Felder zu DICOM
Jedem DICOM Tag kann ein GDT Feld individuell zugeordnet werden. Soll der Inhalt automatisch berechnet werden, was z.B. bei
Patient´s Age oder Accession Number sinnvoll ist, wird eine Null eingetragen.

Modality Worklist Information Model Attributes
Der Modality Worklist Server unterstützt derzeit folgende DICOM Tags:
| Beschreibung / Modul | Tag
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| Scheduled Procedure Step |
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| Scheduled Procedure Step Sequence | (0040,0100)
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| > Scheduled Station AE Title | (0040,0001)
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| > Scheduled Procedure Step Start Date | (0040,0002)
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| > Scheduled Procedure Step Start Time | (0040,0003)
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| > Modality | (0008,0060)
|
| > Scheduled Performing Physician's Name | (0040,0006)
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| > Scheduled Procedure Step Description | (0040,0007)
|
| > Scheduled Station Name | (0040,0010)
|
| > Scheduled Procedure Step Location | (0040,0011)
|
| > Pre-Medication | (0040,0012)
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| > Scheduled Procedure Step ID | (0040,0009)
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| > Requested Contrast Agent | (0032,1070)
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| > Scheduled Procedure Step Status | (0040,0020)
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| Barcode Value | (2200,0005)
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| Requested Procedure |
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| Requested Procedure ID | (0040,1001)
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| Requested Procedure Description | (0032,1060)
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| Study Instance UID | (0020,000D)
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| Study Date | (0008,0020)
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| Study Time | (0008,0030)
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| Requested Procedure Priority | (0040,1003)
|
| Patient Transport Arrangements | (0040,1004)
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| Imaging Service Request |
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| Accession Number | (0008,0050)
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| Requesting Physician | (0032,1032)
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| Referring Physician's Name | (0008,0090)
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| Visit Identification |
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| Admission ID | (0038,0010)
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| Institution Name | (0008,0080)
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| Institution Address | (0008,0081)
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| Visit Status |
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| Current Patient Location | (0038,0300)
|
| Visit Admission |
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| Referring Physician's Address | (0008,0092)
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| Referring Physician's Telephone Numbers | (0008,0094)
|
| Patient Identification |
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| Patient's Name | (0010,0010)
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| Patient ID | (0010,0020)
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| Other Patient IDs | (0010,1000)
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| Issuer of Patient ID | (0010,0021)
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| Other Patient Names | (0010,1001)
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| Patient Demographic |
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| Patient's Age | (0010,1010)
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| Patient's Birth Date | (0010,0030)
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| Patient's Sex | (0010,0040)
|
| Patient's Weight | (0010,1030)
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| Patient's Size | (0010,1020)
|
| Patient's Address | (0010,1040)
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| Patient's Telephone Numbers | (0010,2154)
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| Patient Comments | (0010,4000)
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| Responsible Person | (0010,2297)
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| Patient Species Description | (0010,2201)
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| Patient Breed Description | (0010,2292)
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| Confidentiality constraint on patient data | (0040,3001)
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| Patient Medical |
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| Patient State | (0038,0500)
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| Pregnancy Status | (0010,21C0)
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| Medical Alerts | (0010,2000)
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| Allergies | (0010,2110)
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| Special Needs | (0038,0050)
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| Last Menstrual Date | (0010,21D0)
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| Patient's Sex Neutered | (0010,2203)
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Die Implementierung weiterer DICOM Tags auf Kundenanfrage ist jederzeit möglich.
Zuordnung der Modalität über Geräte- und verfahrensspezifisches Kennfeld 8402
Modalitäten werden in Form von DICOM Knoten im DICOM Worklist Server angelegt. Die Zuordnung der GDT Datensätze zu den jeweiligen
DICOM Knoten (Modalitäten) erfolgt über das Geräte- und verfahrensspezifische Kennfeld mit Feldkennung 8402. So ist es seitens der Praxissoftware
möglich unterschiedliche DICOM Modalitäten anzusteuern.

Beispiel Netzwerk mit Modalitäten und Worklist Server

Liste der angelegten DICOM Knoten
Plattform
Windows / Windows Server
Das sagen unsere Kunden...
"Nach diversen Tests zahlreicher anderer Applikationen, die allesamt unsere Anforderungen nicht zufriedenstellend lösen konnten, haben wir uns
für den Einsatz des DICOM Modality Worklist Servers sowie des DICOM PACS Servers von Herrn Pauly entschieden. Beide Softwares überzeugen durch
äußerst schlanken Code, der einen extrem stabilen und hochperformanten Betrieb gewährleistet. Herr Pauly hat für uns zahlreiche branchenspezifische
Anpassungen an beiden Servern vorgenommen. Dabei wurde jeder unserer Wünsche absolut exakt nach unseren Vorgaben umgesetzt. Wir sind vollkommen
begeistert, wie flexibel sich die Tools anpassen lassen und dass wirklich jedes einzelne Detail unserer sehr individuellen Anforderungen realisiert
werden konnte. Die Änderungen wurden häufig noch taggleich und stets zu äußerst fairen Konditionen umgesetzt. Gleichzeitig verläuft die Kommunikation
mit Herrn Pauly immer herausragend freundlich und sympathisch. Wir können die Softwarelösungen von Herrn Pauly nur wärmstens weiterempfehlen.
Vielen, vielen Dank für die mehr als grandiose Zusammenarbeit!"
Benjamin Klauke
Tierarzt / Inhaber vetpraxis.de e.K.